Tierschutzverein Mechernich e.V.

Den Tieren eine Stimme geben

p046 1 04Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers vom 28.03.2015

Der Tierschutzverein Mechernich hat vier Steppenrinder im Hochwildpark aus einer desolaten Lage gerettet. Die Tiere hatten zuvor kaum etwas zu fresse und magerten sichtlich ab. Zuletzt sollten sie geschlachtet werden.

Von Bernd Zimmermann

Kommern-Süd. Nein, so richtig trauen die beiden Retter der Ungarischen Steppenrinder im Hochwildpark Rheinland dem mächtigen Bullen nicht, der unvermittelt am Zaun den gewaltigen Kopf mit den mächtigen Hörnern schüttelt und in Richtung Zaun droht. Doch Aladár László Garda und Hermann Hoffmeister aus Kommern-Süd, die ebenso wie viele andere Bürger aus dem Dorf fast täglich am Zaun des Hochwildparks spazieren gehen, haben den für Laien unkalkulierbaren Gesellen ins Herz geschlossen.

Denn der Bulle verteidigt nur seine kleine Herde, eine trächtige Kuh, eine trächtige Färse und ein Kalb.

Im Herbst 2014 häuften sich die Beobachtungen von Kommerner Bürgern, dass die seltenen Ungarischen Steppenrinder Hunger litten. Die Tiere hatten in ihrem Paddock kaum etwas zu fressen, so die Einschätzung vieler Zaungäste. Sie magerten ab, schienen sich selbst überlassen.

Daraufhin, so Herrmann Hoffmeister und Professor Aladár László Garda, hätten sie die Pächterfamilie des Hochwildparks angesprochen, doch die habe ihnen bedeutet, sie dürfe sich nicht um die Rinder kümmern. Die gehörten ihnen schließlich nicht und der Eigentümer habe sich verbeten, sich in seine Angelegenheiten einzumischen.
Also, so Herrmann Hoffmeister, "haben wir Kontakt zu dem Eigentümer aufgenommen und gefragt, was mit den bedauernswerten Tieren geschehen sollte."